Aktien Allgemeine Informationen
Der Begriff Wertpapiere umschließt mehrere Arten, nämlich Aktien, Wechsel, Obligationen, Optionsscheine, verzinsliche Wertpapiere (Anleihen und Pfandbriefe), Effekte, Wandelanleihen, Anteilscheine und einige andere. Das bekannteste Wertpapier ist sicher die Aktie. Doch nicht nur sie verspricht Gewinne,
sondern auch die oben aufgeführten Wertpapiere. Um diese ganzen Unterschiede zu verstehen, sollte erst einmal der Sinn und Zweck dargelegt werden.
Man erwirbt mit einem Wertpapier verschiedene Rechte. Diese können je nach Wertpapier unterschiedlich sein, als da wären: Forderungsrecht, Beteiligungsrecht, Optionsrecht oder ein Sachenrecht. Zwei verschiedene Parteien gehen einen Vertrag ein. Dabei werden Wertpapiere je nach Art ausgegeben. Es geht dabei um eine leichtere Beweisbarkeit, die durch den Besitz eines Wertpapiers angezeigt wird. Beispielsweise könnte Herr Müller Herrn Maier ein Darlehen gewähren, und von diesem einen Schuldschein verlangen. Legt Herr Müller nach Fälligkeit der Darlehensschuld diesen Schuldschein Herrn Maier vor, so ist die Schuld von Herrn Maier so zu sagen bewiesen. Verliert Herr Müller diesen Schuldschein, verliert Herr Müller sein Recht auf Rückzahlung nicht, er muss es auf andere Weise beweisen. Bei einem Schuldschein handelt es sich also um eine Beweisurkunde.
Wenn vereinbart wird, dass der Schuldner mit schuldbefreiender Wirkung an denjenigen leistet, der ihm die Urkunde vorlegt, so hat die Urkunde eine Befreiungsfunktion zugunsten des Schuldners, unabhängig davon, wer sie vorlegt. Auch der Gläubiger (Herr Maier) kann in diesem Fall die Urkunde an einen seiner Gläubiger weitergeben, welcher die Urkunde nun bei Herrn Müller vorlegt. Unter diesen Umständen handelt es sich bei der Urkunde um ein Wertpapier! So kann man dieses Beispiel auch auf verschiedene Wertpapiere übertragen. Erwirbt man eine Aktie, so ist man Teilhaber an dieser Firma. Dies beinhaltet eine Gewinnbeteilung , aber auch ein Stimmrecht. Man kann, aber muss nicht, davon Gebrauch machen. So eröffnen Optionsscheine die Möglichkeit, zu einem bestimmten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Wert Wertpapiere zu kaufen. Verfällt dieses Recht, können andere diese Wertpapiere erwerben, meist zu höheren Preisen.