Aktien und Wertpapiere Informationen

Aktienfonds

Da einzelne Aktien immer das Risiko eines Totalverlustes mit sich bringen, wurden zwecks Risikominimierung Aktien oder Investmentfonds aufgelegt. Das Geld eines Investors, was durch Einmalanlage oder ratierliche Monatsprämien eingezahlt werden kann, wird in einen Aktienfonds angelegt. Dieser Fonds kann aus 20 oder

30 verschiedenen einzelnen Aktien bestehen, deren Ursprung verschiedene Branchen im In- und Ausland sein können. Nehmen wir einmal an, dass einzelne Aktien der Automobilindustrie, der Chemiebranche und vielleicht der Computerbranche, in diesem Fonds sind.

Der Vorteil einer solchen Streuung liegt darin, dass wenn zum Beispiel die Chemiebranche gerade schwächelt und der Kurs nach unten geht, eventuell durch neue Automodelle und Innovationen die Automobilbranche boomt. Auf diese Weise kann der Verlust eventuell gedeckt oder sogar noch ein Gewinn erwirtschaftet werden. Solche Aktienfonds werden durch einen Fondsmanager betreut, der jederzeit die Gelder umplatzieren kann, um mehr Sicherheit und/oder mehr Gewinn mit "seinem" Fonds zu erwirtschaften. Er hat auch die Möglichkeit, Teile des Geldes in Rohstoffe oder Währungen zu platzieren, um Risiken zu vermeiden, oder um Kapital für, in seinen Augen, noch bessere Neuinvestitionen zu haben. Am günstigsten ist es natürlich, wenn ein Anleger gerade investiert, und kurze Zeit später geht der Aktienfonds stetig nach oben. Da aber nicht jeder Anleger die Möglichkeit hat 5.000, 10.000 oder mehr Geld in einen guten Aktienfonds zu investieren, gibt es die Möglichkeit, dies auch durch monatliche Sparraten zu verwirklichen. Meistens wird diese Möglichkeit ab einem Mindesteinsatz von 50 Euro von verschiedenen Versicherungen oder Investmentfirmen angeboten. Durch diesen Effekt der monatlichen Einzahlungen wird es meistens der Fall sein, dass ein Investor mehr Anteile an diesen Fonds besitzt als durch eine Einmalzahlung. Das kommt durch die Kursschwankungen zustande und nennt sich Cost-Average-Effekt. Wird bei einer Einmalanlage gerade ein Aktienpaket teuer "eingekauft", kann es sein, dass ein ratierlicher Sparer eine Woche später, und dann über einen längeren Zeitraum, mehr Anteile hat, weil der Kurs gesunken ist.

Auf der anderen Seite dauert es natürlich auch für diesen Sparer, bis sich sein Aktienfondspaket aufbaut und er größere Gewinne einstreichen kann. Denn diese vielen kleinen Sparbeträge brauchen eine gewisse Laufzeit, um Gewinne zu erzielen. Zum Vermögensaufbau sollten diese Sparbeträge nicht in eine Lebensversicherung einbezahlt werden, weil dort noch die Kosten für das Risiko Leben entstehen. Große Investmentfirmen wie DWS, Pioneer oder Fidelity halten reine Investmentfonds für Anleger bereit, und beraten diesen gerne. Jede Aktie oder jeder Fonds bekommt eine Wertpapierkennnummer, anhand welcher festgestellt werden kann, ob ein Anbieter eines Wertpapiers (Fonds) auch eine Zulassung besitzt.