Aktien kaufen
Um sich am Wertpapierhandel zu beteiligen, gibt es viele Möglichkeiten. Gerne von Versicherungen angeboten werden fondsgebundene Lebensversicherungen, bei denen der Sparteil, und nur der, in gemischte Fonds (meistens hauseigene) angelegt wird. Banken und andere Kredit- und Sparinstitute bieten auch eigene Fonds
an (beispielsweise Deka von den Sparkassen), manche auch an Börsen notierte Fremdaktien und Aktienfonds. Da aber der Kauf dieser Geldanlagen Gebühren (Ausgabeaufschlag) und Depotkosten verursacht, sollte ein Investor schauen, ob er beispielsweise die Depotgebühren nicht kostengünstiger (ebase) über eine Internet-Fondsplattform laufen lässt. Diese wird von Fidelity für eigene und fremde Fonds angeboten. Wenn diese Kosten, die zwischen 1 und 2 % jährlich liegen, eingespart werden können, macht sich dies am Ende am Gewinn bemerkbar. Da greift dann auch der Zinseszinseffekt wieder, und das bedeutet ja den Großteil des Gewinnes bei Geldanlagen über 10 und mehr Jahre.
Wichtig ist es, heutzutage etwas Seriöses angeboten zu bekommen, deswegen sollte die eigene Hausbank nicht nur ihre Produkte aufzeigen, sondern auch eine Vielzahl fremder Anlagemöglichkeiten. Zu diesem Zweck wurde durch die EU ein neues System eingeführt, um für einen Anlageberater, aber vor allem für den zukünftigen Investor mehr Schutz zu bieten, falls sich eine Geldanlage als Fehlinvestition herausstellen sollte. Die ganze Beratung, die Empfehlungen, aber auch die Endscheidung für eine Wertanlage wird in einem Protokoll festgehalten. Kommt es beispielsweise zu einem Totalverlust der Wertpapieranlage und der Kunde behauptet dies nicht gewusst zu haben, so kann anhand des Protokolles festgestellt werden, ob der Berater seine Aufklärungspflicht verletzt hat oder eben nicht.
Gerade in den letzten Jahren haben die Gerichte oft zu Gunsten des Anlegers entschieden, so dass der Berater Geld zurückzahlen musste, weil dieser seinen Pflichten nicht nachkam. Andererseits konnten die Berater nicht beweisen dass sie ihren Pflichten nachgekommen sind. Ein Grund für das Beratungsprotokoll, auf das sie nicht verzichten sollten! Wenn das geeignete Wertpapier oder der passende Fonds gefunden ist, dann sollte man sich die nächsten 10 bis 20 Jahre auch gedulden. Denn oftmals geraten Anleger in Panik, wenn es zu dramatischen Kurseinbrüchen kommt und möchten dann retten, was zu retten ist. Wer aber die Börsenbewegungen der letzten Jahrzehnte verfolgt, wird erkennen, dass sich diese Kurse immer wieder erholt haben und dann doch ihr Geld wert sind.